Pflege und Gesundheit

Warum die Politik nichts gegen den Pflegenotstand getan hat

… und weiter nichts Wirksames dagegen tun wird.

Menschenwürdige Pflege kostet Geld. In den letzten 20 Jahren wurden so gut wie alle kostenspieligen öffentlichen Aufgaben mit dem Argument privatisiert, zu hohe Kosten würden Arbeitsplätze vernichten. Daher hält Politik Pflege auch permanent mit Aussagen wie „Pflegen kann dich jeder“ oder  „Bildet doch Prostituierte/Arbeitslose/Straftäter zu Pflegekräften aus“ klein: damit die Gesellschaft nicht auf die Idee kommt, Pflege wäre ein wertvoller, gerecht zu belohnender Beruf.

Noch mal einen übleren Dreh bekommt das mit den Schlumpfnazis:

Pretzell bezog Stellung gegen die staatliche Förderung in der Kinderbetreuung und der Altenpflege außerhalb von Familien

Wenn Pretzell fordert, der Staat solle sich aus den Aufgaben der Familie wir Kinder- und Seniorenbetreuung zurückziehen, ist der dahinter stehende Plan der AfD ja deutlich: Abschaffung der Pflegeversicherung, damit die Frau endlich wieder an den Herd verschwindet. Man will ja sogar Arbeitslosen und Rentner, die ja nichts (mehr) für die gesellschaftliche Produktivität beisteuern, das Wahlrecht entziehen. Ekelerregend. Wählt das nicht!

(Dies erschien zuerst als Antwort in diesem Thread auf Facebook.)

Je stärker die Pflege, desto gesünder die Gesellschaft
Menschliche Pflege statt kalter Schulter

Update: Eindrücke aus der psychosomatischen Reha zeigen, wie sehr gerade soziale Berufe wie die Pflege unter Druck stehen. Und nur bei den PIRATEN sieht man Konzepte, die daran wirklich etwas ändern könnten.

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